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leben. Etwa
40% der Bewohner im Norden des Sudan bezeichnen sich als
Araber. Sie sprechen Arabisch und sind Muslime. Überwiegend
sind sie eine Verbindung der lokalen Bevölkerung mit
arabischen Muslimen, die um 1300 als Nomaden oder Händler
in das Niltal einwanderten und sesshaft wurden. Jedoch
sind die Mehrzahl der Sudanesen keine Araber, auch wenn
sie sich zum Islam bekennen, wie zum Beispiel die Fur im
westlichen Sudan, die als sesshafte Bauern am Fuße
der Jebel Marra Region leben; die Nubier, die das Niltal
im Norden bis zum südlichen Ägypten bewohnen;
die Beja, Bewohner der Red Sea Hills am Roten Meer; die
Nuba, Bewohner der entlegenen Nuba Berge und die Zaghawa,
eine Volksgruppe, die im Westen des Sudan und im Tschad
lebt. Die überwiegende Mehrheit der Südsudanesen
sind weder Araber noch Muslime. Zum Beispiel die Dinka,
die als Rindernomaden in den Ebenen östliche des Weißen
Nil und im Sudd (Sumpfgebiet) leben; die weiter südlich
lebenden Nuer und die Schilluk, die als Bauern die westlichen
Ufer des Nil bewohnen. Diese drei Volker machen etwa ein
Fünftel der sudanesischen Bevölkerung aus. Grenzübergreifende
Volksgruppen sind u.a. die Bari und Acholi, Bewohner an
der Grenze von Uganda; Azande, die teilweise im Kongo und
Sudan leben. Die extrem unterschiedlichen Lebenswelten
und Gegensätze der Bewohner des größten
Landes in Afrika in Bezug auf Kultur, Sprache, Religion
und Ethnie prägen das Zusammenleben der Sudanesen
im Norden und Süden.
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